Aktuelles
Die 15. Reise des FW-Kreisverbandes Kulmbach ins europäische Ausland führte nach Litauen. Litauen war für viele Reiseteilnehmer ein unbekanntes Land, von dem man zwar schon gehört hatte, das aber die wenigsten Teilnehmer aus eigener Anschauung kannten. So war das Interesse an der von Leo’s Adventure Tours organisierten Reise von Anfang an riesig. Viele wollten dieses unbekannte Land kennen lernen.
Sie wurden nicht enttäuscht, bereits auf der Fähre von Kiel nach Klaipėda hatten die Reisenden Gelegenheit sich auf Litauen einzustimmen. Nach der Ankunft in Klaipėda ging die Fahrt Richtung Süden, nach Kaunas, einer im Jahre 1361 gegründeten Stadt mit heute rund 300.000 Einwohnern, welche am Zusammenfluss von Memel und Neris gelegen ist. Dort hatten die Reisenden Gelegenheit sich die Stadt anzusehen und allein die Vielzahl von Kirchen und kulturellen Einrichtungen hätte durchaus einen längeren Aufenthalt gerechtfertigt.
Am nächsten Tag stand Vilnius, die Hauptstadt des Landes, auf dem Programm. Vilnius beeindruckte mit seiner Barockarchitektur und den zahlreichen Kirchen, was ihr auch den Namen „Hauptstadt der Engel“ einbrachte. Vilnius, 1323 gegründet, mit heute rund 525.000 Einwohnern, beeindruckte mit zahlreichen Sakralbauten und hat mit der 1579 gegründeten Universität eine der ältesten Universitäten Europas in ihren Mauern.
Seit Anfang an legen die Freien Wähler Wert darauf, mit politischen Repräsentanten des jeweiligen Landes zusammenzutreffen, um dessen Verhältnisse kennen zu lernen. Durch Vermittlung von Landrat Klaus Peter Söllner und dem ehemaligen Bürgermeister von Neudrossenfeld, Dieter Schaar, ist es in diesem Jahr gelungen, mit dem ehemaligen Parlamentspräsidenten Litauens, Vytautas Landsbergis einen hervorragenden Kopf und glühenden Europäer als Gesprächspartner zu gewinnen. Lansbergis verstand es, mit bewegenden Worten den Weg Litauens in seine Unabhängigkeit darzustellen. Begleitet wurde er von seiner Tochter, Jurate Landsbergyte, einer berühmten Organistin, die anlässlich der Europatage in Neudrossenfeld ein Orgelkonzert geben wird. Beide Begegnungen waren sehr beeindruckend.
Der letzte Tag führte die Reisegruppe auf die Kurische Nehrung, einer 98 Kilometer langen Halbinsel, deren nördlicher Teil zu Litauen und der südliche Teil zur russischen Oblast Kaliningrad (Königsberg) gehört. Dieses zum Weltkulturerbe erhobene Gebiet beeindruckte mit immer neuen Ausblicken auf das Kurische Haff und auf die Ostsee. Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch des Thomas Mann (Die Buddenbrooks, Der Zauberberg um nur einige seiner Werke zu nennen) Sommerhauses in Nida (Nidden). Dieses Haus ist inzwischen Thomas-Mann-Museum und hinterlässt einen sehr gepflegten Eindruck.
Am Abend bestieg man hoch befriedigt die Fähre nach Kiel und alle Teilnehmer waren sich einig: Litauen ist ein europäisches Land, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat.